Kompressionsbehandlung bei Lymphödem

Kompression ist bei einem Lymphödem unverzichtbar. Sie reduziert Schwellungen und hilft den entstuten Zustand zu erhalten. Die Kompression kann im Alltag entweder mit Kompressionsstrümpfen oder mit adaptiven Kompressionsbandagen erzeugt werden. Um eine maximale Entstauung zu erzielen, kann die Therapie durch die apparative Kompressionsbehandlung ergänzt werden. Hier erfahren Sie mehr über die Kompressionsbehandlung bei Lymphödem und die geeigneten Hilfsmittel.

Was ist Kompression?

Kompression bedeutet nichts anderes als Druck. Im Zusammenhang mit dem Lymphödem geht es um eine medizinische Kompression. Es wird also Druck auf das Gewebe ausgeübt, um die Schwellung zu behandeln. Wie hoch der Druck ist, wird in Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg) angegeben. Bei Kompressionsstrümpfen wird der Druck für das einfachere Verständnis in Kompressionsklassen unterteilt. Die Kompressionsklasse 1 entspricht 18-21 mmHg Fesseldruck. Bei der Kompressionsklasse 2 sind es 23-32 mmHg, bei der Kompressionsklasse 3 34-46 mmHg.

Ziel der Kompressionsbehandlung bei Lymphödem

Die Kompressionsbehandlung bei Lymphödem hat zum Ziel die Schwellungen maximal zurückzudrängen und dann den entstauten Zustand zu erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Kompressionsbehandlung durch die Lymphdrainage und entstauende Bewegungsübungen ergänzt. Zusammengefasst nennt man das Behandlungskonzept KPE (komplexe physikalische Entstauungstherapie).

Die verschiedenen Arten der Kompressionsbehandlung

Bei einem Lymphödem muss die betroffene Extremität täglich mit einer möglichst kurzzugigen Kompression behandelt werden. Die Behandlung erfolgt entweder mit Bandagen oder Strümpfen die nur eine geringe Elastizität haben. Dadurch wird ein hoher Arbeitsdruck gewährleistet. Dieser Arbeitsdruck hält den Muskelbewegungen entgegen. So wird eine Massagewirkung erzeugt, welche die Entstauung unterstützt. Dem erneuten Anschwellen der Extremität wird entgegengewirkt, weil der Strumpf oder die Bandage der Schwellung nicht nachgibt.

Ergänzend dazu kann die apparative Kompressionsbehandlung eingesetzt werden. Sie fördert die Entstauung nicht nur mit ihrem (hohen) Druck, sondern auch durch die erzeugte Massagewirkung.

Mit folgenden Hilfsmitteln können Sie die Kompressionsbehandlung bei Lymphödem komfortabel gestalten.

Adaptive Kompressionsbandagen

In der ersten Phase der Kompressionsbehandlung, wenn die Extremität voraussichtlich noch abschwillt, mussten früher Kompressionsverbände angelegt werden. Heute gibt es mit den adaptiven Kompressionsbandagen eine komfortable, zeitsparende und kostengünstige Alternative. Die Kompressionsbandagen sind immer aus einem weichen, leicht gepolsterten Material mit geringer Elastizität gefertigt. Verschlossen werden sie auf der Vorderseite mit Klettverschlüssen. Dadurch kann man sie exakt an die Umfänge anpassen, auch wenn sich diese noch stark verändern. Adaptive Kompressionsbandagen gibt es von verschiedenen Herstellern, sowohl für die Beine, wie auch für die Arme.

ReadyWrap adaptive Kompressionsbandage

Mehr dazu im Beitrag Klettbandagen bei Lymphödem.

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Kompressionsstrümpfe

Wenn das Lymphödem durch regelmässige Lymphdrainage und Einbinden maximal entstaut ist, wird ein Kompressionsstrumpf angepasst. Je nach Ausprägung und Stadium des Lymphödems wird ein anderer Strumpf benötigt. Für eher leichte Fälle kann ein rundgestrickter Kompressionsstrumpf mit hoher Stiffness (z.B. Juzo Dynamic, mediven forte, Venosan 7002) gewählt werden. Schwer kontrollierbare Schwellungen sind mit einem flachgestrickten Kompressionsstrumpf (z.B. Juzo Expert) besser versorgt.

Das wichtigste bei der Kompressionsbehandlung ist aber, dass man sie konsequent weiterführt. Nur so kann man das erneute Anschwellen der Extremität vorbeugen.

Apparative Kompressionsbehandlung

Für die apparative Kompressionsbehandlung wird ein Kompressionsgerät mit mehrkammeriger Manschette benötigt. Das Gerät pumpt die Kammern der Manschette nacheinander mit dem gewählten Druck auf. Die so erzeugte Wechseldruckmassage regt die Aktivität der Lymphgefässe an. Die apparative Kompressionsbehandlung hat also den gleichen Zweck wie die Lymphdrainage, nämlich den Abtransport von Lymphe zu steigern. Sie ergänzt die Therapie bei Lymphödem damit ideal und bringt sofortige Erleichterung bei Spannungsbeschwerden.

Kompressionsgerät

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